RCF – Ein Feuer der Liebe, um die Welt zu erheben! Heilige Therese 4/5
RCF, 2. Juli 2020
Für die heilige Therese ist das Gebet eine Herzensbewegung, eine einfache Beziehung zu Gott. Und diese Freude möchte sie mit allen teilen!
Ein Gelehrter sagte: „Gib mir einen Hebel, einen Drehpunkt, und ich werde die Welt emporheben.“ Was Archimedes nicht erlangen konnte, weil seine Bitte nicht an Gott gerichtet war, sondern rein materiell, erlangten die Heiligen in vollem Umfang. Der Allmächtige gab ihnen als Drehpunkt: sich selbst und nur ihn; als Hebel: das Gebet, das das Feuer der Liebe entzündet. So hoben sie die Welt empor; so emporheben die Heiligen sie noch heute, und so werden es auch die kommenden Heiligen bis zum Ende der Welt tun.
(Manuskript C – 36 r°)
Für mich ist das Gebet ein Ausschütten des Herzens, ein einfacher Blick zum Himmel, ein Schrei der Dankbarkeit und Liebe inmitten von Prüfungen wie auch inmitten von Freude; schließlich ist es etwas Großes, Übernatürliches, das meine Seele weitet und mich mit Jesus vereint.
(Manuskript C – 25 rv°)
Ich bin überzeugt, dass Heilmittel mich nicht heilen können. Aber ich habe mit Gott vereinbart, dass er sie mit armen, kranken Missionaren teilt, die weder Zeit noch Mittel haben, sich selbst zu behandeln. Ich bitte ihn, sie an meiner Stelle mit den Medikamenten und der Ruhe zu heilen, die ich mir nehmen muss.
(Letzte Interviews, Gelbes Buch, 21.-26. Mai, 5.)